Letzte Nacht

Ein Hauch im Zimmer wehte frisch.
Um drei Uhr nachts wurd‘ ich geweckt,
ein Knacksen hat mich aufgeschreckt.
Der Tod saß unterm Kleidertisch!

Es wurd‘ mir klamm, ich fand’s nicht nett.
Er schien vergnügt, gurrte die Kehl‘,
vertilgte eine arme Seel‘.
Ein solches Mahl bei meinem Bett!

Doch hält man sich da selbst zurück?
Ich hofft‘, ich bliebe unbemerkt,
so lange er dort vor sich werkt.
Und siehe da: ich hatte Glück.

Heut Morgen, nach der dunklen Nacht,
da schlief die Katze wie entrückt
und ich hab ziemlich un-entzückt
ihr’n Amselrest zum Müll gebracht.

Advertisements

Autor: Peter Erbsenzähler

Hallo, ich freue mich sehr über den Besuch! - Mein Blog war anfänglich ein 366° Projekt, um meine grauen Zellen in Schwung zu halten. Allerdings habe ich grad mal 140 Tage durchgehalten. Nach einer längeren Pause geht es nun etwas gemächlicher weiter. - Viel Spaß beim Stöbern. PS. Jule ist der Künstlername meiner Katze. :-)